ARCOTEL Branchentreff 2015 / 2016

WIE ERFOLGREICHE FLUGHÄFEN DEN INTERNATIONALEN STÄDTETOURISMUS BEFLÜGELN | DIE HOTELLERIE ALS WAHRER JOBMOTOR | 02. März 2016

Dienstleistung bleibt ein Jobmotor – Wie die Österreichische Hoteliervereinigung ist auch ARCOTEL Hotels davon überzeugt. Die Hotellerie ist als personalintensive Branche ein Segen für den Arbeitsmarkt, wird jedoch durch eine Vielzahl an Vorschriften und durch hohe Steuern an seiner Leistung, die Arbeitslosigkeit durch mehr Beschäftigung von Arbeitnehmern zu senken, behindert. ARCOTEL zeigt auf, welche positiven Wirkungen eine Senkung der Lohnnebensteuer zur Folge haben kann. Es diskutieren Dr. Barbara Winkler, Referentin der Abteilung Arbeitsrecht (WKO), und SPÖ-Nationalratsabgeordneter Maximilian Unterrainer, sowie Markus Grießler, Spartenobmann der Wiener Tourismus- & Freizeitwirtschaft, mit Martin Lachout und Dr. Renate Wimmer über den internationalen Städtetourismus und neue Märkte aus der Ferne. 

ÜBER DAS REISEVERHALTEN IN KRISENZEITEN | 21. Oktober 2016

Terroranschläge, Naturkatastrophen, politische Ausnahmezustände – steckt der Tourismus in der Krise? Wie sich das Reiseverhalten verändert und ob Terror und politische Unruhen für die Reisebranche in Österreich ein Problem darstellen, darüber wurde am beim fünften ARCOTEL Branchentreff diskutiert. Unter den Experten tauschten sich Mag. Julian Jäger, Vorstandsdirektor der Flughafen Wien AG und Prof. Mag. Peter Zellmann, Leiter des Instituts für Freizeit- und Tourismusforschung IFT aus. Output der Runde: Trotz aller Skepsis wird der Tourismus einer der wichtigsten Wirtschaftsmärkte bleiben und sich weiter entwickeln. Martin Lachout zitierte eine Aussage des US-Präsidenten Barack Obama, dass die Wahrscheinlichkeit, bei einem Terroranschlag umzukommen, tausendmal geringer sei, als einem Verkehrsunfall zum Opfer zu fallen. Reisende sollten trotzdem gut informiert sein und Reisewarnungen ernst nehmen, erklärte Zellmann. Der Flughafen Wien werde weiterhin versuchen, mehr Destinationen an Wien anzubinden, um das Ziel von 20 Mio. Nächtigungen pro Jahr in der Bundeshauptstadt zu erreichen, so Jäger zuversichtlich. 

HERAUSFORDERUNG SONNTAGSÖFFNUNG | 24. FEBRUAR 2015

Im Februar 2015 standen die Themen Lehrlingsausbildung und –beschäftigung sowie eine mögliche Umsetzung der Sonntagsöffnung in der Bundeshauptstadt zur Debatte. Als Experten zum Image des Lehrberufs und zu den täglichen Herausforderungen für Auszubildende in der Hotellerie und Gastronomie waren Rechtsanwältin Dr. Alexandra Knell, Ing. Erich Loskot, Berufsschuldirektor für Gastgewerbe im 12. Bezirk, und Alexander Körner, ehemaliger General Manager des ARCOTEL Kaiserwasser, gefragte Gesprächsteilnehmer. Hotelier und OHV-Vizepräsident Alexander Ipp setzte sich vehement für die lang diskutierte Sonntagsöffnung ein: "Shoppen ist ein wichtiger Faktor für die Attraktivität einer Tourismusmetropole, während in Wien derzeit an Sonntagen noch sprichwörtlich die Gehsteige hochgeklappt werden." Eine brandaktuelle Befragung beweist, dass sich 65 Prozent der Wien-Touristen offene Geschäfte am Sonntag wünschen. Vor allem für die finanzkräftigen Gäste aus Asien gehören Weltstadt und Sonntagsöffnung zusammen, so die Wiener-Wirtschaftskammer-Studie.

FLÜCHTLINGSBESCHÄFTIGUNG UND CUSTOMER JOURNEY | 12. NOVEMBER 2015

Als Diskussionsthemen wurden die Beschäftigungsmöglichkeiten von Flüchtlingen in der Hotellerie und die Reise des Kunden, die Customer Journey, im Internet aufgerollt. ARCOTEL Hotels lud Gabriela Sonnleitner, Geschäftsführerin bei magdas HOTEL, sowie Jürgen Polterauer, Eigentümer und CEO der Dialogschmiede GmbH, als Experten zu diesen Bereichen ein.
Seit der Eröffnung von magdas HOTEL im Februar 2015 ist das Caritas-Projekt ein Vorzeigemodell in der Flüchtlingsbeschäftigung. Upcycling-Gegenstände sind Kernstück der Einrichtung, zusammen-gearbeitet wurde unter anderem mit der Akademie der bildenden Künste. Alles entstand aus einem Defizit, Mut und Wille hätten aber dazu geführt, dass heute 20 anerkannte Flüchtlinge das magdas zusammen mit zehn Hotelexperten betreiben. Auch ARCOTEL übernimmt Verantwortung und möchte einen Beitrag leisten. Zwei Flüchtlinge aus Afghanistan sind in den Wiener Hotels im Einsatz, weitere Beschäftigungsmöglichkeiten für Flüchtlinge sollen geschaffen werden.
Umdenken ist das Schlagwort – Dies gilt sowohl in der derzeitigen Flüchtlingssituation als auch beim Thema "Customer Journey". Jürgen Polterauer, Eigentümer und CEO der Full-Service-Agentur Dialogschmiede, räumte in seinem impulsiven Vortrag mit alten Marketingregeln auf und machte deutlich, was heutzutage technologisch möglich ist, um interessierte Kunden anzusprechen – und zwar genau in dem Moment, wo diese kurz vor ihrer Kaufentscheidung stehen. Nach Polterauer geht es bei der "Customer Journey" in erster Linie darum, jene Kunden zu erreichen, die auch am Produkt oder der Dienstleistung interessiert sind. Damit habe der Kunde heute eine noch größere Stimme als je zuvor – Unternehmen sagen ihm nicht mehr, was er benötigt, es ist der Kunde, der den Anstoß gibt.