Kunst & Kultur in Salzburg

Tradition erleben

In Salzburg fühlen sich Kunst- und Kulturliebhaber wohl! Ein umfangreiches Angebot macht Ihren Aufenthalt zu einem tollen Erlebnis. 

Gelebte Handwerkskunst hat in Salzburg große Tradition. Zwar haben schon viele (Kunst-)Handwerker in der Mozartstadt den Kampf ums Überleben verloren, doch hier und dort gibt es sie noch – traditionelle Betriebe, die in sorgfältiger (Hand-)Arbeit wertvolle Unikate herstellen. Ein Streifzug durch die Salzburger Innenstadt mit ihren romantischen Durchhäusern, schmalen Gassen und prachtvollen plätzen gleicht einer Entdeckungsreise. Echtes Handwerk findet man hinter Holztoren und unscheinbaren Eingängen mitten in der Stadt.

Made in Salzburg - das Kulturgut "Tracht"

In Salzburg gehört die Tracht zum täglichen Leben – und das sieht man: Man geht in Tracht einkaufen, auf den Markt, fährt mit dem Fahrrad und besucht am Abend das Theater. Das bunte Spektrum reicht von über Generationen überlieferten Kleidungsstücken bis zu modernen Varianten. Bei den Trachtenmodeherstellern und Trachtengeschäften tummeln sich traditionelle Manufakturen ebenso wie Spezialisten für edle Materialien oder junge Designer, die das Kulturgut “Tracht“ zeitgemäß umsetzen. Dirndl, Lederhose und Haferlschuhe sind sowohl typische Festtags- und Kirtagskleidung als auch beliebte Alltagsmode für jeden Anlass. Wichtig ist: Bequem und lässig muss es sein, immer von guter Qualität. Hier geht es nicht um Billigware aus China, die den internationalen Trachtenmarkt überflutet, sondern um regionale Handwerksqualität.

Getreidegasse 28 - R. F. AZWANGER

Seit 1656 existiert das älteste Delikatessengeschäft in der Festspielstadt Salzburg. R. F. Azwanger ist die Institution für feinste Ware aus der ganzen Welt – und die erste Adresse für Gourmets in der Mozartstadt. Der Kolonialwarenhandel führt seit exakt 362 Jahren eine wohlsortierte Auswahl an besten Spirituosen, österreichischen Weinen, handgeschöpften Schokoladen, Konfitüren, Honig, ausgewählten Essigen und vielem mehr. Besondere Highlights sind 10 bis 30 Jahre alte Whiskys, alte Madeiras, edle Champagner und Cognacs sowie Spitzenweine aus Italien oder Frankreich.

Getreidegasse 18a - TEPPICHWEBEREI WEISS

Handgewebte Teppiche entstehen seit 1843 in der Teppichweberei Weiß mitten in der Getreidegasse. Noch heute befinden sich hier sowohl das Geschäft als auch die Werkstätte mit ihren alten Webstühlen für Teppiche bis zu einer Breite von 400 cm. Fündig wird in diesem bezaubernden Laden jeder. Leinenhandtücher, Schürzen, Sitzkissen und die gefütterten Fleckerlteppichpatschen mit Filzsohle sind beliebte Mitbringsel. Originell sind auch die Fischgrätteppiche: einfarbige Naturschafwolle (in vielen Farben erhältlich), im Fischgrätmuster verwebt.

Getreidegasse 22 - SCHIRMMANUFAKTUR KIRCHTAG

Seit 1903 werden in der Schirmmanufaktur Kirchtag Qualitätsschirme hergestellt – von Hand, versteht sich. Ob Regen-, Sonnen- oder Hochzeitsschirm, für jeden noch so ausgefallenen Zweck findet sich die passende Form samt dazugehöriger Farbgebung. Auch Gehstöcke werden hier angefertigt und mit den gewünschten Griffen und Spitzen versehen. Vom Gestänge bis zum Stoff handgefertigt sind die Kirchtag’schen Produkte treue Begleiter über Jahre, sodass der “Schirmdoktor“ erst nach langer Zeit zum Werkzeug greifen muss, um einen Patienten wieder auf Vordermann zu bringen.

Rathausplatz 1 - KNOPFERLMAYER

Beim “Knopferlmayer“ dreht sich seit 1758 alles um die Vielfalt der Knöpfe. Betritt man das Geschäft, scheint es, als wäre die Zeit stehen geblieben. Die Knöpfe sind als Muster sorgfältig an der Außenseite kleiner Schachteln befestigt, so kann man leichter zwischen Form, Größe und Farbe wählen. Ein Griff und die kundigen Verkäuferinnen holen gezielt eine Auswahl an passenden Knöpfen aus Hirschhorn, Gold oder Perlmutt aus dem überfüllten Regal. Hat man gefunden, was man suchte, begibt man sich zur Registrierkassa, wo Chefin Veronika Mayer persönlich das Geld entgegennimmt. Ein Stück Vergangenheit in der Gegenwart!

Kapitelplatz 8 - STIFTSBÄCKEREI ST. PETER

Der Duft von frischem Brot aus der Stiftsbäckerei St. Peter zieht seit dem 12. Jahrhundert jeden Morgen durch die Gassen der Salzburger Altstadt. Vor dem Eingang dreht sich stetig das Mühlrad des Almkanals, der im 12. Jahrhundert durch den Mönchsberg geschlagen wurde. Einige Stufen führen hinunter in das historische Gewölbe der einstigen Getreidemühle, wo heute noch der Originalholzofen befeuert wird. Das beliebte St. Peter Holzofenbrot aus Natursauerteig spricht für ehrliches Bäckerhandwerk. Tipp: Früh aufstehen lohnt sich, denn die begehrten Brotlaibe sind schnell vergriffen.

Dreifaltigkeitsgasse 4 - FAMILIE SCHLIESSELBERGER

1820 hat Familie Schliesselberger mit dem Handwerk der Lederbearbeitung in der Salzburger Altstadt begonnen. Früher wurde von der Gerberei bis zur Produktion gearbeitet, heute bedient man die Kunden mit maßgefertigten Gürteln aus Rindsleder oder Kalbsleder, Hüft- und Kettengürteln nach individuellen Wünschen sowie exklusiven Trachtentaschen und Riemen. Vom kleinen Geschäft gelangt man in den ersten Stock, wo angefertigt wird. Auch die 200 Jahre alte Schlagschere ist noch aktiv. 400 Lederarten in allen Farben lassen reichlich Spielraum für wunderschöne Kreationen.

Getreidegasse 28 – SCHLOSSEREI WIEBER

Hinter einem unscheinbaren Holztor in der geschäftigen Getreidegasse glüht seit 1389 das Eisen. Seit Jahrhunderten im Familienbesitz, werden bis heute von Vater Josef und Sohn Christian Wieber mit viel Gespür und dem seit Generationen überlieferten Handwerkswissen alte Kostbarkeiten restauriert und neue Schmuckstücke geschaffen.